Die Haut ist die sichtbare Grenze des Körpers. Aber jeder kennt Momente, in denen die Grenze weiter draußen liegt: wenn jemand zu nah steht, wenn man einen Blick im Nacken spürt, wenn ein Raum „dicke Luft“ hat.
Aus solchen Erfahrungen wachsen seit Jahrtausenden Modelle, die den Menschen als Zwiebel denken: innen der Körper, darum eine Lebenskraft, dann Gefühle, dann Denken, außen oder ganz innen der Geist. Die Zahl der Schichten wechselt, die Richtung bleibt erstaunlich ähnlich: von grob zu fein, von sterblich zu unsterblich.
Die Aura der Esoterik ist die jüngste Form dieser Idee. Sie macht aus den unsichtbaren Schichten etwas, das man angeblich sehen, fotografieren und behandeln kann. Diese Seite folgt beiden Spuren: den geglaubten Hüllen und denen, die sich tatsächlich messen lassen.